Kanban in der IT (Part 1 – Systemhaus)

Seit zwei Monaten kann ich erste praktische Erfahrungen im Einsatz von KANBAN Prinzipien in der IT sammeln. Sowohl in der Softwareentwicklung als auch im klassischen Systemhausbereich der Firma ABIAN GmbH in Hannover habe ich ein KANBAN Board eingeführt.
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Experiment SCRUM

Jetzt sind wir drin im ersten SCRUM Projekt. Ich werde hier unregelmäßig meine Erfahrungen mitteilen.
Die ersten Erfahrungen mit Scrum zeigen mir folgendes:
1. Die Entwickler sind wirklich motiviert. Das macht Spaß!
2. Wir alle müssen uns an die Disziplin und das Timeboxing in SCRUM gewöhnen. Von wegen AGIL=alles ist frei 😉
3. Vieles aus dem guten alten IPMA Kurs findet man wieder – heißt halt nur anders. Ist ja schließlich das „hippe“ Scrum.
4. Als Product Owner muss ich ja noch mehr mit dem Kunden sprechen als vorher als Key Accounter. Uff.
5. Whiteboards kann man nie groß genug planen.
6. Ralf Wirdemanns Buch „Scrum mit User Stories“ liefert uns jede Menge Input und auch Diskussionsstoff. Leider fällt mein Exemplar schon fast auseinander. Gut dass es das ebook dazu gibt.
7. User Stories sind wirklich ein gutes Mittel um die Anforderungen zu abstrahieren und der Kunde besteht es tatsächlich.

Die alten Scrum Hasen werden jetzt sicher grinsen – aber allen anderen kam ich nur Mut machen es zu probieren.

Projektmanagement als TV-Serie

Heute ist es endlich wieder so weit: Projektmanagement und Mitarbeiterführung als Abschauungsunterricht im TV: Zu Hause im Glück auf RTL2! Hä? Ja!

Hier kann man mal sehen wie es gehen kann, wenn alle Randbedingungen stimmen. Ein Traum für jeden Projektmanager.

Warum? Also:
1. Es gibt einem definierten Fertigstellungstermin den ALLE kennen.
2. Die Wünsche der Stakeholder werden analysiert und berücksichtigt.
3. Die Risiken werden analysiert, bewertet, beobachtet und Gegenmaßnahmen geplant oder akzeptiert.
4. Das Team ist hochmotiviert, qualifiziert, flexibel und aufeinander eingespielt.
5. Die Projektziele sind definiert, akzeptiert und bekannt.
6. Das Team erhält alle notwendigen Unterstützungen und Ressourcen um die Projektziele zu erreichen.
7. Die Auftraggeber vertrauen voll und ganz auf die Kompetenz des Projektteams.
8. Die Projektleiter verstehen es, das Team zu motivieren, zu unterstützen, in die Entscheidungen einzubeziehen und ihnen bei Problemen den Rücken frei zu halten.
9. Und das schönste: die halten immer den Fertigstellungstermin ein 😉

Ich persönlich finde, dass man in dieser Sendung wirklich sehr viel gerade über Mitarbeiterführung, Kommunikation und Krisenmanagement lernen kann.

Es lohnt sich also, auch wenn die Wohnraumgestaltung vielleicht nicht immer der eigene Geschmack ist. Aber das ist auch nicht anders als im wahren Projektleiterleben 😉

Agil nach innen – klassisch nach außen?

Habe heute einen interessanten Artikel zum Thema Agile Entwicklung vs. V-Modell XT gelesen. Interessant deshalb, weil ich mir gut vorstellen kann, so das immer wieder auftretende Problem zu lösen: Wie sag ichs meinem Kunden?
Immer wieder stehe ich vor dem Problem, dass meine Kunden nur den klassischen Weg kennen und ihn auch nur ungern verlassen wollen. Sie wollen zur eigenen Absicherung ein Pflichtenheft, einen Projektplan, ein Angebot mit einem konkreten Projektpreis.
Und all das passt ja dann doch nicht so ganz zu SCRUM als agilem Vorgehensmodell. Klar: ich habe mein Backlog, ich habe Releases, aber ich habe keine angeblich „verlässliche“ Featureliste für die Leistungsebene. Ich habe auch keinen Preis für die definierten Inhalte des Pflichtenheftes sondern nur ein Budget, welches meiner Zeit und Ressourcenplanung für die Sprints entspricht.
Da klingt der Vorschlag, die beiden Weten miteinander zu verbinden, verführerisch.
Mal sehen, ob ich eine Projekt mal so angehe.